HKJ-Bayern GmBh
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Konzeption der HKJ Bayern GmbH

Stand: 01. Januar 2015

Agenda

       A. Vorwort

1. Organisation

    1.1 Verwaltungsstelle

    1.2 Gesch√§ftsf√ľhrer

    1.3 P√§dagogische Leitung

    1.4 Rechtsaufsicht

2. Leitbild und Zielgruppe

3. Angebote der HKJ Bayern GmbG

4. Aufnahmekriterien

    4.1 Heilp√§dagogische Gruppen

    4.2 Therapeutische Gruppen

    4.3 Au√üenbetreutes Wohnen

5. Arbeitsweisen

6. Elternarbeit

7. Aufnahme, R√ľckf√ľhrung, Entlassung

8. Aufgaben der Fachdienste

    8.1 Psychologischer Fachdienst

    8.2 Heilp√§dagogischer Fachdienst

    8.3 Therapeuten auf Honorarbasis

    8.4 Supervision

    8.5 Weiterbildungsveranstaltungen durch externe Dozenten

 

 

A. Vorwort

Die Heilp√§dagogische Kinder und Jugendhilfe wurde am 08.05.1980 als gemeinn√ľtziger Verein gegr√ľndet und ist seit Beginn ordentliches Mitglied im Diakonischen Werk Bayern. 1995 erfolgte die Umwandlung in die gemeinn√ľtzige Heilp√§dagogische Kinder- und Jugendhilfe Bayern GmbH. Die Firma betreibt heute (Stand Dezember 2011) acht Einrichtungen.
 

1. Organisation

 

1.1 Verwaltungsstelle

Heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe Bayern GmbH

Hans-Schäufelein-Str. 36

91438 Bad Windsheim

Fon: 09841 / 6671-0      Fax: 09841/6671-71      

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch√ľtzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

1.2 Gesch√§ftsf√ľhrer

Thomas Weidemann

  

1.3 Pädagogische Leitung

Dorothee Gehrmann

Andreas Weidemann

 

1.4 Rechtsaufsicht

Regierung von Mittelfranken, Ansbach

 

2. Leitbild und Zielgruppe:

Die Heilp√§dagogische Kinder- und Jugendhilfe Bayern GmbH versteht sich als gemeinn√ľtziges Dienstleistungsunternehmen zum Wohle von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In unsere Gruppen werden Kinder und Jugendliche aufgenommen, die schon mehrere Wechsel in ihren Bezugsfeldern erlebt haben. Durch Hilfe auf heilp√§dagogischer Grundlage soll dieser Kreislauf durchbrochen und auf der Basis einer christlichen Werteordnung eine selbstverantwortliche Lebensgestaltung erm√∂glicht werden. Wir als Tr√§ger sind bereit, den Jugendlichen mit ihren Pers√∂nlichkeitsmerkmalen und Schwierigkeiten in einer unserer vielf√§ltigen und individuellen Betreuungsformen aufzunehmen. Als Einrichtungstr√§ger sind wir bereit, mit dem Jugendlichen und allen Beteiligten den Weg bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres und dar√ľber hinaus gemeinsam zu gehen.

Rechtsgrundlage: § 27 i. V. m. §§ 34, 35a, 41 SGB VIII

 

3. Angebote der HKJ Bayern GmbH

 

Heilpädagogische Gruppen

Wohngruppe Hans-Schäufelein-Straße

Hans-Schäufelein-Straße 24

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 / 4389

8 Plätze

Wohngruppe Heimgartenweg

Heimgartenweg 21

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 / 4619

8 Plätze

Wohngruppe Gerhardshofen

Veit vom Berg Straße 5

91466 Gerhardshofen

Tel.: 09163 / 996846

Fax: 09163 / 996849

8 Plätze

Wohngruppe Hemhofen

Moorstraße 3

91334 Hemhofen-Zeckern

Tel.: 09195 / 9216628

Fax: 09195 / 9216629

7 Plätze

Wohngruppe Dottenheim

Untere Dorfstraße 2

91463 Dietersheim

Tel.: 09846 / 492

Fax: 09846 / 9779639

8 Plätze

Wohngruppe Marktbergel

Bachbrunnweg 6

91613 Marktbergel

Tel.: 09843 / 9360382

Fax: 09843 / 9803137

8 Plätze

Familienwohngruppe Langenfeld

Alte Reichsstraße 7

91474 Langenfeld

Tel.: 09164 / 998525

Fax: 09164 / 998526

4 Plätze

 

Therapeutische Gruppe

Mädchenwohngruppe Herzogenaurach

W√ľrzburger Stra√üe 20

91074 Herzogenaurach

Tel.: 09132 / 7975360

Fax: 09132 / 7975350

8 Plätze

 

Ambulante Hilfen

Au√üenbetreutes Wohnen im Gro√üraum Erlangen-N√ľrnberg-F√ľrth

Hans-Schäufelein-Straße 36

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 / 66710

Fax: 09841 / 667171

bis zu

5 Plätze

Legasthenietraining

Hans-Schäufelein-Straße 36

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 / 66710

Fax: 09841 / 667171

bis zu

5 Plätze

Schulbegleitung durch pädagogische Fachkräfte

Hans-Schäufelein-Straße 36

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 / 66710

Fax: 09841 / 667171

bis zu

6 Plätze

 

 

Es bestehen an allen Einrichtungsorten Möglichkeiten der Beschulung, Berufsfindung und Berufsausbildung.

 

4. Aufnahmekriterien

4.1 Heilpädagogische Gruppen:

Voraussetzung f√ľr die Aufnahme ist, dass das Kind/Jugendlicher √ľber ein Mindestma√ü an Gemeinschaftsf√§higkeit und Kooperationsverm√∂gen verf√ľgt.

 Aufgenommen werden

  • verwaiste Kinder und Jugendliche, die einen Elternersatz ben√∂tigen
  • Kinder und Jugendliche mit Schwierigkeiten im emotionalen und sozialen Bereich
  • Kinder und Jugendliche mit Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kinder und Jugendliche die Missbrauch, Misshandlung oder Vernachl√§ssigung erfahren haben
  • Kinder und Jugendliche nach einem Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

 

Nicht aufgenommen werden können in diesen Gruppen

  • schwer- und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche
  • geistig behinderte Kinder und Jugendliche
  • k√∂rperbehinderte Kinder und Jugendliche
  • drogenabh√§ngige Jugendliche

  

4.2 Therapeutische Gruppen

Zielgruppe sind Mädchen und junge Frauen mit massiven psychischen Störungen und möglicherweise psychiatrischen Diagnosen. Es werden vorwiegend Jugendliche mit folgenden Störungsbildern aufgenommen:

  • Essst√∂rungen, Psychosen, Borderline
  • Neurosen
  • Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen
  • schwere Traumatisierungen durch k√∂rperliche Misshandlung, sexuellen Missbrauch oder andere Erlebnisse
  • Entwicklungsst√∂rungen
  • Lernst√∂rungen
  • hyperkinetische St√∂rungen
  • Enuresis/Enkopresis

 

Nicht in den therapeutischen Gruppen aufgenommen werden können:

  • Schwer- und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche
  • geistig behinderte Kinder und Jugendliche
  • k√∂rperbehinderte Kinder und Jugendliche
  • suchtmittelabh√§ngige Jugendliche

 

4.3 Außenbetreutes Wohnen

Die HKJ Bayern GmbH bietet individuell angepasste Wohnformen f√ľr Jugendliche und junge Erwachsene an,

  • deren pers√∂nliche oder berufliche Situation im Elternhaus keine Verselbstst√§ndigung zulassen
  • die nach Beendigung einer Jugendhilfema√ünahme eine R√ľckkehr ins Elternhaus nicht m√∂glich ist und deshalb fr√ľhzeitig an eine selbstst√§ndige, eigenverantwortliche Lebensf√ľhrung herangef√ľhrt werden m√ľssen,
  • die ihr derzeitiges Ma√ü an Selbstst√§ndigkeit in lebensnahen Rahmenbedingungen erproben, organisieren und vervollst√§ndigen wollen und dazu intensiver p√§dagogischer Begleitung bed√ľrfen,
  • die aufgrund einer speziellen Problematik nicht in eine Heim- oder Wohngruppe integriert werden k√∂nnen,
  • welche die Vollj√§hrigkeit erreicht haben und zur Beendigung der Schule oder der Berufsausbildung noch Unterst√ľtzung ben√∂tigen.

 

Aufgenommen werden Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene,

  • die sich freiwillig f√ľr eine individuell angepasste Wohnform entscheiden,
  • die √ľber ausreichende Motivation und Mitwirkungs- bzw. Kooperationsbereitschaft verf√ľgen,
  • die die Schule, Ausbildung oder Arbeit regelm√§√üig besuchen bzw. bereit sind, dies mit p√§dagogischer Unterst√ľtzung zu beginnen 

 

5. Arbeitsweise

Die Grundlagen der Qualit√§t unserer Arbeitsweise sind im nachfolgenden Schaubild dargestellt: 

 

 

  

6. Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie

Ziel der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie ist eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den Herkunftsfamilien der Kinder und Jugendlichen, so dass unter entsprechenden Voraussetzungen eine R√ľckf√ľhrung in die Familie erfolgen kann. Durch Handlungsanleitungen f√ľr die Eltern soll deren Erziehungskompetenz gest√§rkt werden. Zudem sollen intrafamili√§re Konflikte bearbeitet werden, um die Beziehung zwischen Eltern und Kindern/Jugendlichen zu verbessern und neue Beziehungsmuster zu erm√∂glichen. Ist eine R√ľckf√ľhrung in die Familie vorerst nicht m√∂glich, soll den Kindern/Jugendlichen erleichtert werden, Beziehungen und Kontakte zur Herkunftsfamilie zu pflegen und bestehende Bindungen zu erhalten.

Voraussetzung f√ľr die Zusammenarbeit ist die Mitwirkungs-bereitschaft der Eltern. Im Aufnahmegespr√§ch wird die Motivation der Eltern zur Zusammenarbeit gekl√§rt. Gemeinsam mit dem zust√§ndigen Jugendamt, den Eltern, dem Kind/Jugend-lichen und der Einrichtung werden die Modalit√§ten der Zusammenarbeit festgelegt. Diese betreffen die Abst√§nde der Elterngespr√§che, die Lokalit√§t und die teilnehmenden Personen. Erw√ľnscht ist die Mitarbeit beider Elternteile, es kann jedoch je nach situationaler Gegebenheit auch nur ein Elternteil an der Elternarbeit teilnehmen. Von Seiten der Einrichtung kann je nach Absprache der Bezugserzieher[1], der Hausleiter, die p√§dagogische Leitung oder der Fachdienst mit der Elternarbeit beauftragt werden.

Der mit der Zusammenarbeit beauftragte Mitarbeiter h√§lt regelm√§√üigen telefonischen, brieflichen bzw. pers√∂nlichen Kontakt zu den Eltern. Es besteht die M√∂glichkeit zu Besuchswochenenden eines oder beider Elternteile in R√§umlichkeiten au√üerhalb der Gruppe, die intensive Elternarbeit zwischen den Erwachsenen und gegebenenfalls auch mit dem Kind oder Jugendlichen erm√∂glichen. Sollen Kontakte zur Familie langsam angebahnt werden, kann der f√ľr die Zusammenarbeit beauftragte Mitarbeiter der Einrichtung das Kind bzw. den Jugendlichen anfangs bei Treffen begleiten. Diese k√∂nnen je nach Bedarf in der Einrichtung oder im h√§uslichen Umfeld des Kindes/Jugendlichen erfolgen. Die Dauer der Besuche kann langsam gesteigert werden.

Durch die regelm√§√üigen Kontakte werden die Eltern zeitnah √ľber die Entwicklung ihres Kindes/Jugendlichen informiert. Sie werden in den Erziehungsprozess mit eingebunden. Es werden konkrete M√∂glichkeiten zur Verbesserung der h√§uslichen Situation vorgestellt, beispielsweise in Form der Vorbereitung der Eltern vor den Heimfahrten der Kinder/Jugendlichen.

 

7. Aufnahme, R√ľckf√ľhrung, Entlassung

Die Aufnahmeanfrage erfolgt durch das Jugendamt an die p√§dagogische Leitung. Die ersten Informationen bestehen aus der m√ľndlichen Schilderung sowie dem vom Jugendamt zugesandten Datenmaterial. Die p√§dagogische Leitung gibt die entsprechenden Informationen an den Hausleiter und den Fachdienst weiter und fordert deren Stellungnahme ein.

Das aufzunehmende Kind/Jugendlicher soll gemeinsam mit seinen Eltern oder Sorgeberechtigten und dem Mitarbeiter des jeweiligen Jugendamtes die Wohngruppe persönlich (Kinder, Mitarbeiter, Ausstattung) während eines ersten Termins kennen lernen.

Nach der Besprechung der institutionellen Rahmenbedingungen sollen sowohl Erwartungen der Kinder/Jugendlichen abgeklärt als auch erste Zielperspektiven erarbeitet werden.

Die Entscheidung ob das Kind/Jugendlicher in der WG aufgenommen wird trifft die Heimleitung, gemeinsam mit dem Hausleiter und dem zu Rate gezogenen psychologischen Dienst.

Nach Aufnahme erfolgt in der Wohngruppe eine Eingew√∂hnungsphase von 4 ‚Äď 6 Wochen. Um das Einleben der Kinder/Jugendlichen in der neuen Umgebung zu erleichtern, besteht mindestens vier Wochen lang w√§hrend der Eingew√∂hnungsphase ein eingeschr√§nkter Umgang mit der Herkunftsfamilie. W√§hrend dieser Zeit h√§lt der Bezugserzieher der Kinder und Jugendlichen zu den Eltern bzw. Sorgeberechtigten regelm√§√üigen telefonischen Kontakt.

 

8. Aufgaben der Fachdienste

Es stehen der psychologische Fachdienst der Einrichtung (ausge√ľbt durch einen Diplom-Psychologen), der heilp√§dagogische Fachdienst sowie Therapeuten verschiedener Therapierichtungen auf Honorarbasis, verschiedene Supervisoren und externe Dozenten (f√ľr Weiterbildungsveranstaltungen) zur Verf√ľgung. Aufgabe der Fachdienste ist die psychologisch/therapeutische Betreuung der Kinder/Jugendlichen und die Beratung und Unterst√ľtzung der Mitarbeiter.

 

8.1 Psychologischer Fachdienst

Der psychologische Fachdienst wird durch die p√§dagogische Leitung von Aufnahmeanfragen unterrichtet und gibt eine Stellungnahme zur geplanten Aufnahme ab. Bei Bedarf nimmt er am Vorstellungsgespr√§ch des Kindes/Jugendlichen und an den regelm√§√üig stattfindenden Hilfeplangespr√§chen teil. In Zusammenarbeit mit dem Team, der Heimleitung und dem Jugendamt stellt der Fachdienst den psychologisch-therapeutischen Bedarf des Kindes/Jugendlichen fest. In Absprache mit der Heimleitung und dem Team √ľbernimmt er gegebenenfalls die psychologisch-therapeutische Betreuung in Form einer Einzeltherapie. Die Ziele dieser Therapie werden in Absprache mit dem Team und dem Kind/Jugendlichen festgelegt.

 

8.2 Heilpädagogischer Fachdienst

Der heilp√§dagogische Fachdienst √ľbernimmt die heilp√§dagogische Betreuung in Form von Einzel- und Gruppenangeboten. Daneben steht er sowohl der Heimleitung als auch dem Erziehungspersonal beratend zur Seite.

 

8.3 Therapeuten auf Honorarbasis

In Absprache mit dem Team erteilt die Heimleitung den Therapieauftrag f√ľr bestimmte Kinder/Jugendliche gegebenenfalls an Therapeuten auf Honorarbasis. Es stehen insbesondere Kunsttherapie, Gestalttherapie, Reittherapie, Ergotherapie und Arbeitstherapie zur Verf√ľgung. Bei √úbernahme des Therapieauftrages durch den Therapeuten erfolgt die Festlegung der Therapieziele, die Zusammenarbeit mit dem Team und die Dokumentation der Einzeltherapie.

 

8.4 Supervision

Alle Mitarbeiter der HKJ Bayern GmbH nehmen regelm√§√üig an Supervision teil. F√ľr die einzelnen Teams finden in regelm√§√üigen Abst√§nden Teamsupervisionen statt. Generelle Ziele sind die Weiterentwicklung der erzieherischen Kompetenz sowie die Unterst√ľtzung in p√§dagogischen Fragestellungen und Fragestellungen, die das Team betreffen. Der Auftrag f√ľr die Supervision wird von der Gesch√§ftsf√ľhrung an die Supervisoren erteilt.

 

8.5 Weiterbildungsveranstaltungen durch externe Dozenten

In regelm√§√üigen Abst√§nden finden von externen Dozenten geleitete Fortbildungsveranstaltungen f√ľr alle Mitarbeiter der HKJ Bayern GmbH statt. Die Inhalte der Veranstaltungen werden von der Heimleitung in Absprache mit den Teams und den Gruppenleitern festgelegt. Die Heimleitung vergibt den Fortbildungsauftrag an geeignete Dozenten.

 


[1] Aus Gr√ľnden der besseren Lesbarkeit wird die m√§nnliche Form gew√§hlt.